Emotionen

Unser lustiges Hirn verknüpft oftmals Dinge miteinander, die in ihren Ur-Eigenschaften nicht viel miteinander zu tun haben müssen und speichert auch gleich noch die Gefühlslage – oder eben die Emotion – mit ab im Hirn:
Zimt erinnert uns an Weihnachten
Wellen erinnern uns an Ferien
Eine Sauerei in der Küche erinnert uns ans Backen
Ein Wasserfall verkörpert frische
Schnelle Bewegungen im Zusmmenhang mit elektronischen Grafiken verbinden wir mit der Zukunft

Es gibt unendlich viele Beispiele die man aufzählen kann und fast allgemein gültig sind, aber natürlich auch weitere unzählige Verbindungen die jeder persönlich für sich im Hirn ablegt. Denn keine zwei Menschen erleben dieselben Dinge genau gleich und deshalb werden auch die Emotionen individuell in unserer Zentraleinheit abgelegt.

Wie in den obgenannten Beispielen bereits ersichtlich ist, beschränken sich diese Hirnverlinkungen nicht nur auf physische Dinge. Gedankliche Sprünge betreffend Ort und Zeit können zum Beispiel mit einer Erinnerung an einen bestimmten Duft in Sekundenbruchteilen erreicht werden. Man fühlt sich in eine gewisse Zeit an einen gewissen Ort zurückversetzt. Kindheitserinnerungen wie Grossmutters Weihnachtsguetzli oder die Ferien auf dem Bauernhof haben sich mit Hilfe unserer Nase geschmacklich tief in unsere Erinnerungen eingemeisselt. Auch sind die Wahrnehmungsfähigkeiten sehr unterschiedlich angesiedelt. Was der Eine als ein sehr intensives Geschmackserlebnis abspeichert, bleibt dem Anderen eventuell bloss als ein feine Duftnote in Erinnerung und wieder einem Anderen als unerträglicher Gestank.

Da solche an Emotionen geknüpfte Erinnerungen bei uns eine viel intensivere Reaktion bewirken, wir uns damit identifizieren – wiedererkennen – können, richten wir Dinge, die wir damit verknüpfen können, automatisch viel schneller eine viel grösser Aufmerksamkeit zu als im Gegensatz zu – für uns – emotionslosen Thematiken.

Wenn wir eine Dienstleistung oder ein Produkt bewerben, können wir dies in Schrift und Bild schlicht und einfach tun. Bei einem Angebot für eine Körpermassage zum Beispiel. Wir können hier nun einerseits ein Foto von der Masseurin verwenden und im Text ziemlich emotionslos die Massageart, -Dauer und -Kosten erwähnen. Oder aber wir verwenden ein warmes Symbolbild wie zum Beispiel Rosenblütenblätter auf einer Massageliege, hinter welcher eine Buddha Statue und eine Brennende Kerze stehen (Bildsprache), spielen entspannende Musik ab und reichern den rein informativen Text mit weiteren emotionsverbundenen Details an, schreiben über Wärme, Erholung und Düfte; Wir wecken Emotionen und transportieren diese durch die Internetleitung direkt zum Betrachter.

Das bedeutet für uns, dass wir uns mit der jeweiligen Thematik auseinandersetzen und die Emotionen – die mit derselben angesprochen und geweckt werden soll – identifizieren. Danach können wir einerseits mit der passenden Bildsprache versuchen diese Emotionen anzustossen, andererseits aber auch mit weiteren Hilfsmitteln wie Text, Farbe, Musik und Video.